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28.07.2016 - Schaumburger Zeitung / Claudia Masthoff Übersicht | Drucken

"Toiletten sind beklagenswert"

Rintelns Kripochef klärt radelnde CDU-Abgeordnete bei Besuch des Polizeikommissariats auf

Schaumburger Zeitung / 28.7.2016

Rinteln

Von Claudia Masthoff
Schlips und Kragen haben sie abgelegt für ihre Sommertour. Die wären den CDU-Landtagsabgeordneten vom Arbeitskreis Wirtschaft, Arbeit und Verkehr bei ihrer viertägigen Reise auf dem Weserfahrradweg von Holzminden nach Dörverden wohl auch eher hinderlich geworden. Was sich wohl jedoch nicht so einfach ablegen lässt, ist die gewohnte politische Redeweise. Politiker erkennt man, genau wie Pastoren, auch im Bikertrikot an der Sprache.



Foto
Schaumburger Zeitung / Claudia Masthoff -

Besuch in der Rintelner Polizeistation

Und so zog sich die Fragestunde in der Rintelner Polizeistation, wo es um Themen der inneren Sicherheit vor Ort gehen sollte (eines der informativen, offiziellen Treffen dieser anregenden Reise), doch etwas in die Länge. Das passiert, wenn jeder Frage erst einmal ein fünfminütiger Redebeitrag in Wahlkampfrhetorik vorausgeschickt wird.

Die Antworten von Kripochef Jörg Stuchlik fielen dagegen verhältnismäßig knapp aus. Der zeigte sich überaus zufrieden mit der Sicherheitslage in Rinteln. „Wir sind stolz auf unsere Erfolge. Bei uns stagnieren die Zahlen bei den Einbruchsdelikten. Aufklärung und viel Präsenz durch Streifenfahrten haben Wirkung gezeigt“, berichtete der verantwortliche Ordnungshüter. Dass man sich auch bei plötzlichen unerwarteten Herausforderungen auf die geschaffenen Strukturen und Netzwerke verlassen könne, habe sich im letzten Jahr beim Eintreffen der zahllosen Flüchtlinge gezeigt. „Da kann man mit Fug und Recht feststellen, dass in Rinteln alles vorbildlich gelaufen ist“, so Stuchlik.

Auch im Bereich der Verkehrssicherheit habe er keine Klagen. „Fahrradwege und Straßen sind in zufriedenstellendem Zustand.“ Personell würde es in der Natur der Sache liegen, dass man eigentlich immer mehr Mitarbeiter brauchen könne.

„Wir haben doch ständig neue Ideen, wo wir unsere Arbeit gern noch intensivieren würden“, gibt Stuchlik zu. Er sei aber gerade sehr froh, dass er zum Oktober mit sieben neuen Kollegen für den Streifendienst rechnen könne. „Dann können wir jede Schicht mit sechs Leuten besetzen. Dadurch entsteht endlich mal wieder ein bisschen Luft bei der Gestaltung von Urlaubszeiten und, ganz wichtig für den beruflichen Aufstieg der Polizeibeamten, von Beschulungsmaßnahmen.“

„Wenn Sie unbedingt Klagen und Wünsche hören wollen, dann handeln die von den Toiletten im Altbautrakt unseres Reviers“, meinte Stuchlik und lachte. „Da gehen bei uns schon mal Spenden von mitleidigen Besuchern ein, nachdem sie während einer Befragung die sanitären Anlagen aufsuchen mussten.“

Doch auch ohne schwerwiegendere Arbeitsaufträge der Rintelner Polizei ist die sommerliche Reise aus Sicht der Abgeordneten ein Erfolg. Dieses gemeinsame Radeln durch die einzelnen Wahlbezirke der Landtagsabgeordneten würde nämlich zum einen den Blick für Schönheit, aber auch für Problemlagen der Region schärfen und den Kontakt der politisch Aktiven untereinander und zur Basis in den Kommunen sehr verbessern, erklärte Karsten Heineking, Abgeordneter aus Nienburg. Man lerne sich doch sehr gut kennen, wenn man einige Tage in gemeinsamer Aktivität verbringen würde.

Der halboffizielle Rahmen, auch Ehefrauen der Politiker nehmen an der Fahrradtour teil, lasse Raum für Persönlicheres. Und das gemeinsame Durchstehen einer Herausforderung („Wir sind nicht alle gestandene Radler. 60 Kilometer am Tag kommen uns schon ganz schön lang vor!“) schaffe eine echte Verbindung, die, so hoffe er, sich auch weiterhin positiv auf die gemeinsame Arbeit auswirken würde. Dafür, dass das ganze Unternehmen trotz aller Anstrengung Spaß mache, sorge die vorbildliche Organisation.

Ein Versorgungsfahrzeug würde die Aktiven begleiten, das Gepäck transportieren (auch das Akkordeon von Jan Ahlers, der für die abendliche musikalische Unterhaltung zuständig ist) und unterwegs Getränkenachschub zu den Pausenstationen bringen.

Und, die Gastfreundschaft der Kommunalpolitiker vor Ort – in Rinteln wurden die Radler von Udo und Ute Schobeß sowie von Ortsbürgermeister Friedrich-Wilhelm Rauch begrüßt –, täte ein Übriges für die ausgesprochene Zufriedenheit der Teilnehmer.

Und manch Gastgeber lässt es sich nach Angaben der Teilnehmer nicht nehmen, die Radler ein Stück weit auf ihrer Sommerroute per Fahrrad zu begleiten.

Foto: PR
Auf ihrer Sommertour machten Landtagsabgeordnete der CDU Station beim Rintelner Polizeirevier.


Walter Klemme, 28.07.2016, 09:06 Uhr
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