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Presse
28.02.2017, 07:10 Uhr Übersicht | Drucken
Viele Projekte tragen seine Handschrift
Ehemaliger Landrat und Landtagsabgeordneter Fritz Saacke verstorben


HAMELN-PYRMONT. Er war ein Konservativer durch und durch und hat in verschiedenen Funktionen für das Weserbergland wichtige Weichen gestellt – im Alter von 91 Jahren ist der langjährige Landrat (1973 bis 1986) des Landkreises Hameln-Pyrmont und Landtagsabgeordnete der CDU jetzt gestorben.



Foto
Fritz Saacke

Geboren im Raum Magdeburg und zum Teil aufgewachsen in Berlin, wo er auch seine ökonomische Ausbildung absolvierte, kam Saacke nach der Kriegsgefangenschaft nach Kirchohsen, wo er den Bauernhof seines Großonkels übernahm. Schon bald saß er dort im Gemeinderat und wurde Bürgermeister der Gemeinde Emmerthal sowie Kreisvorsitzender der CDU. Als Mitglied des Kreistages, dem er von 1961 bis 1986 angehörte, vertrat er die Interessen der Bürger als Mitglied des Kreisausschusses, des so wichtigen Finanzausschusses und des Jugendwohlfahrtsausschusses, war außerdem Vorsitzender der Kommission, die Möglichkeiten zur Verbesserung des Schulwesens untersuchte. Nicht zuletzt ist es Saacke zu verdanken, dass mit der Eugen-Reintjes-Schule eine wichtige Einrichtung zur gewerblichen Berufsausbildung geschaffen wurde. Das hielt der Verstorbene im Übrigen für wichtiger als den Neubau eines Kreishauses. Überhaupt wurde zwar unter Saackes Ägide der Kreishaushalt sparsam geführt, dennoch blieben Möglichkeiten für Investitionen stets bestehen.

Aber nicht nur um den Landkreis oder die Gemeinde Emmerthal hat sich Saacke in der Zeit seines politischen Engagements verdient gemacht; er hat auch entscheidende Projekte mit auf den Weg gebracht, die für das Land Niedersachsen wegweisend waren, darunter der Bau der Müllverbrennungsanlage, die nach wie vor die einzige im Land Niedersachsen ist.

Als Landtagsabgeordneter der CDU – diese Funktion hatte Saacke von 1974 bis 1986 inne – hatte der Verstorbene das Atomkraftwerk Grohnde zwar akzeptiert, dem damaligen Ministerpräsidenten Ernst Albrecht 1987 aber auch das Solarforschungsinstitut in Ohr regelrecht abgetrotzt, als erstes Institut dieser Art in Norddeutschland. Auch andere große Projekte wie die Eingliederung der Emmerthaler Zuckerfabrik in das Unternehmen Pfeiffer & Langen, um den heimischen Rübenanbau zu sichern, tragen in weiten Teilen seine Handschrift. Wenngleich auch im Umgang nicht immer einfach, war der frühere Landrat das, was man heute vielleicht einen „Macher“ nennen würde, einen, für den Kommunalpolitik immer auch Realpolitik war.

Für seine zahlreichen Meriten in der Gemeinde, im Landkreis und im Land wurde Fritz Saacke 1981 das Bundesverdienstkreuz erster Klasse verliehen, 1986 bekam er mit dem Niedersächsischen Verdienstkreuz erster Klasse, das relativ selten verliehen wird, eine weitere Auszeichnung.




28.02.2017, 07:18 Uhr

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